Wenn der Himmel brennt

Niederrhein (sp). Jedes Jahr aufs Neue offenbaren sich im Herbst fantastische Farbspiele am Abendhimmel. Wenn die Sonne sinkt, bahnt sich nicht einfach nur schleichend die Dunkelheit an. Vielmehr scheint das Firmament in fantastischen Tönen von gelb, über, orange, zu rot und pink zu leuchten. Die Farben wirken viel lebhafter als zu den übrigen Jahreszeiten, lassen gar eine Art Farbrausch wahrnehmen. 

Die Erklärung ist denkbar einfach: Im Herbst und im Winter steht die Sonne tiefer am Himmel, so dass die Lichtbrechung durch die Wolken verändert wird. Der Farbrausch am Himmel ist das Resultat des veränderten Einstrahlwinkels der Sonne. Wenn die Sonne auf- und auch untergeht, muss das Licht einen längeren Weg durch die Atmosphäre zurück legen, bevor es das menschliche Auge wahrnimmt. Auf diesem Weg kommt das Sonnenlicht mit vielen Luftmolekülen in Berührung. Blaues Licht ist kurzwellig. Die Folge: Es streut stärker als das langwellige rote und orangefarbene. Dadurch dominieren die warmen Farben optisch stärker. Obendrein beeinflusst kühle, klare Herbstluft das Farbspiel noch zusätzlich positiv. Denn dann kann der Betrachter viel weiter in die Tiefe sehen und nimmt so die angestrahlten, streuenden Wolken wesentlich besser wahr.

Foto: Susanne Peters

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Wunderbare Farbspiele am herbstlichen Abendhimmel. Foto: Susanne Peters

S. Peters

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