Optimale IT-Infrastruktur als Ziel

– Flächendeckende Versorgung in Nettetal auf dem Weg –

Lobberich (sp). Zukünftig wird Breitband in Nettetal auch über die Deutsche Glasfaser vertreten sein. „Das ist kein Neuland. Im Sinne eines modernen Nettetal ist es sehr wichtig, in moderner Technik zu denken. Um dauerhaft zukunftsfähig zu sein, werden wir Glasfaser nutzen müssen. Die Internetversorgung ist eines der wichtigsten Infrastrukturmerkmale“, meint Bürgermeister Christian Wagner. Auch Christoph Kamps (Allgemeine Wirtschaftsförderung, Unternehmensservice) ist überzeugt: „Ohne Glasfaserinfrastruktur wird unsere digitale Zukunft sehr eingeschränkt sein.“

So brauchen Unternehmen, wegen vielzähliger Internetzugriffe zur gleichen Zeit, eine sichere Leitung. Deshalb habe man sich bereits frühzeitig auch mit den Stadtwerken auf den Weg gemacht, für Kaldenkirchen generell, für VeNeTe und für Unternehmen sei man ebenfalls aktiv geworden. Aber auch die Versorgung der Privathaushalte werde sich in Zukunft optimal gestalten. „Man denke alleine schon daran, dass Schüler häufig Hausaufgaben über das Internet erledigen müssen“, führt Wagner als Beispiel an.

„Durch Recherche haben wir so genannte blinde Flecken, schwaches Internet, vor allem in den Nettetaler Randgebieten, aufgedeckt, so dass dort begonnen wird. Außerdem belebt Konkurrenz unter den Anbietern das Geschäft, wovon der Verbraucher profitieren wird“, ist Wagner überzeugt.

Regiomanager Marco Westenberg (Deutsche Glasfaser, Niederrhein): „Wir sind ein privatwirtschaftliches Unternehmen und damit komplett selbst finanziert. Das heißt, wir tragen auch das wirtschaftliche Risiko selbst. Die Installation kostet den Bürger Null Euro.“ Einzig bliebe die Frage, ob die potenziellen Nutzer bereit seien, sich für zwei Jahre binden zu lassen. Grundlage ist hier eine Nachfragebündelung – 40 Prozent der Bürger in den jeweiligen Ortsteilen müssen einverstanden sein. In zwei Phasen werde zunächst gebaut, dafür stehe ein Budget von 10 Millionen Euro zur Verfügung. Rund 8.000 Anschlüsse können so installiert werden. Begonnen werde unter anderem in Randgebieten von Schaag, im Ritzbruch und Leutherheide. „Und das hat nichts damit zu tun, dass der Bürgermeister in Schaag wohnt!“, warf Wagner scherzend ein. Auch alle acht Gewerbegebiete in Nettetal sollen so zukünftig eine perfekte IT-Infrastruktur erhalten und optimal versorgt sein. Außerdem wird es spezielle Vertragsangebote für Gewerbetreibende geben.

Die zweite Phase werde auf Randgebiete von Hinsbeck, wie zum Beispiel Glabbach, konzentriert sein. In einer dritten Phase wolle das Unternehmen im Anschluss später in die Innenstädte gehen. Im Kreis Heinsberg hatte die Unternehmensgruppe mit ihrem Büro vor Ort ursprünglich begonnen. 64.000 Anschlüsse erstellte das Unternehmen dort bereits. Unter anderem in Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal setzt die Deutsche Glasfaser ebenso den Ausbau des Netzes fort. In Grefrath erreichte bereits der Ortsteil Vinkrath die magische Grenze von 40 Prozent, um Breitband über das Unternehmen nutzen zu können. „Auch Kempen hat bereits angefragt, für das Gewerbegebiet Industriering Ost“, bilanziert Westenberg zufrieden.

„Hier flächendeckend zu versorgen, das bringt de facto etwas. Das passiert nicht von heute auf morgen. Aber die Entwicklung der IT-Struktur derart voran zu treiben ist wichtig, damit alle optimal versorgt sind“, ist Westenberg überzeugt und fährt fort: „Unsere Produkte sind symmetrisch. Das heißt es ist durchweg konstanter Upload wie Download möglich, ob 100 oder 500 Megabyte, ob ein Gigabyte.“

Text: Susanne Peters, Fotos: Stadt Nettetal und pixabay

Titelbild: Wollen die Entwicklung der IT-Struktur in Nettetal voran treiben (von links): Marco Westenberg, Robbert Ubachs, Nicole Holländer, Anne Zaunbrecher und Christian Wagner.      

S. Peters

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