Närrisches Paar „sieht rot“…

… und feiert „aus Liebe zum Karneval“ –

Kaldenkirchen (sp). Gar märchenhaft wurde es, als das Kaldenkirchener Prinzenpaar in der Session 2014/2015 hoheitsvoll seines närrischen Amtes waltete. Hans-Gerd I. (Hauser) und Susanne I. (Hauser-Glitz) sorgten dereinst für ein zauberhaft orientalisches Flair, als sie in ihren extravaganten Kostümen, wie entsprungen aus einem Märchen aus 1001 Nacht, regierten.

„Das uns hat damals richtig Spaß gemacht“, schwärmt die Prinzessin noch heute. Deshalb wurde auch nicht lange gefackelt, als Willi Tempels (KKV), während der Feierlichkeiten zu seiner Goldhochzeit, spontan fragte, ob das Paar nicht ein zweites Mal die Regentschaft im Karneval übernehmen könne. „Es ist uns eine Ehre!“, habe die freudestrahlende Antwort im Brustton der Überzeugung gelautet. „Natürlich sind wir kein Plan B – das ist ganz wichtig!“, insistiert die Prinzessin lächelnd, „wir machen da weiter, wo wir aufgehört haben.“ Außerdem hatte die Katastrophe, hinsichtlich des unbesetzten Throns, ohnehin bereits peinliche Ausmaße angenommen. „Wir haben uns also nicht lange bitten lassen, sondern den Kaldenkirchener Karneval so in letzter Sekunde gerettet“, fasst Hans-Gerd schmunzelnd zusammen. „Wir machen das aus Liebe zum Karneval“, betont die frisch gebackene Prinzessin außerdem, „und eben so lautet auch unser aktuelles Motto.“

Nun laufen natürlich die Vorbereitungen auf Hochtouren. Fleißige Schneiderinnen sorgen dafür, dass die Kostüme möglichst schnell fertig werden. Hier sieht ihre Hoheit rot – aber im positiven Sinne: Rot, die Farbe der Liebe, wird die komplette Ausstattung dominieren. „Die Zeit ist knapp und das, was man sonst in mindestens einem halben Jahr erledigt, muss jetzt in wenigen Wochen laufen. Deshalb haben wir unsere Orga-Teams, die über WhatsApp-Gruppen in ständigem Austausch sind“, sagt Susanne und fügt lächelnd hinzu: „Wir sind nicht alleine. Das ist ein sehr gutes Gefühl!“

So wird zur Zeit tatkräftig auf vielen „Baustellen“ gleichzeitig gearbeitet, zum Beispiel hier. Hans-Gerd: „Kürzlich waren wir auch wieder in Köln, um im Studio einen Song aufzunehmen. Das macht sehr viel Spaß! Auch die Kinder bereiten für die Prinzenproklamation dort etwas vor. Wir lassen uns gerne überraschen, das ist alles sehr aufregend!“

Erfahrungen haben sie nicht nur durch die Regentschaft gesammelt – beide Hoheiten sind seit vielen Jahren im Karneval aktiv und haben sich 1995 im Kolping-Karneval kennen gelernt. Hans-Gerd über Susanne: „Ich schätze ihre von mir so genannte chaotische Ordnung. Irgendwie hält sie immer den Überblick und hat eine sehr inspirierende Wirkung auf mich.“ Susanne über Hans-Gerd: „Ich bewundere seinen kühlen Kopf und seine Fähigkeit, Probleme souverän zu lösen.“

Susanne glänzte bereits im zarten Alter von sechs Jahren als stolzes Funkemariechen und tanzt heute in der Spielschar. Der Karneval wurde ihr sogar in die Wiege gelegt: Ihre Eltern waren ebenfalls im Karneval aufgetreten und hatten Theater gespielt.

Hans-Gerd war als geborener Brachter viele Jahre in der Katholischen Landjugend aktiv und zog dort auch jedes Jahr im Nelkensamstagzug mit. Seinen ersten Auftritt im Kaldenkirchener Kolping-Karneval hatte er in einem „Dinner for one“-Sketch im Jahr 1985. Daran erinnere er sich gerne zurück. „Es hat mir von Anfang an richtig viel Spaß gemacht und so ist es bis heute“, schwärmt er.

S. Peters

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