Haftbefehl wegen Totschlags

Mönchengladbach/Viersen/Dülken (red). Am Sonntag, 23. Oktober, wurde ein Fünfjähriger, gegen 9.20 Uhr, vom Lebensgefährten seiner Mutter, nach dessen Angaben, leblos in seinem Bett aufgefunden.

Der zur Lange Straße in Dülken entsandte Rettungsdienst versuchte noch, das Kind zu reanimieren und brachte es in das Viersener Krankenhaus, wo es verstarb. Eine am folgenden Montag in der Rechtsmedizin Düsseldorf durchgeführte Obduktion ergab, dass das Kind aufgrund von Gewalteinwirkung verstorben ist.

Die Mordkommission „Luca“ hat die Ermittlungen aufgenommen und nahm am Montagabend die tatverdächtige 24-jährige Mutter und deren Lebensgefährten vorläufig fest. Im Laufe der Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht gegen den 26-Jährigen, den Fünfjährigen getötet zu haben. Der Verdächtige selbst bestreitet die Tat. Die Gesamtumstände jedoch sprechen gegen ihn.

So liegen Erkenntnisse vor, dass es in der Vergangenheit bereits mehrfach zu Misshandlungen des Jungen durch ihn kam. Diese wurden unter Anderem auch von Dritten festgestellt, wobei der Junge ihn durch seine Angaben diesen gegenüber belastete.

Bei der Obduktion des Fünfjährigen wurden Verletzungen festgestellt, die auf körperliche Misshandlungen schließen lassen. Zudem wurde festgestellt, dass stumpfe Gewalt gegen Kopf und Bauch ausgeübt wurde, wodurch es zu inneren Verletzungen in Kopf und Bauch kam. Zudem wurde das Kind gewürgt. Insgesamt waren diese Verletzungen todesursächlich.

Der mutmaßliche Täter wurde am Mittwoch, 26. Oktober, der Haftrichterin vorgeführt, die gegen ihn wegen Totschlags einen Haftbefehl erließ. Die Mutter des getöteten Kindes wurde wieder entlassen, da gegen sie kein dringender Tatverdacht mehr besteht, an dem Tötungsdelikt beteiligt gewesen zu sein.

Dennoch werden die Ermittlungen auch gegen sie weiter geführt. Es gilt, ihre Rolle in der Vergangenheit, im Bezug auf die zum Nachteil des Kindes begangenen Körperverletzungen, zu überprüfen.

Der Fall des getöteten Jungen weist noch viele offene Fragen auf, die es zu klären gilt. Staatsanwaltschaft und Polizei werden die Ermittlungen fortführen und zu gegebener Zeit mit neuen Ergebnissen nachberichten.

S. Peters

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