Jugend erlebt spannenden Einsatz

– Fruchtbare Zusammenarbeit aller Hilfskräfte –

Von Susanne Peters

Nettetal (red). Die „älteren“ Einsatzkräfte machten kürzlich den Anfang, indem sie für den Ernstfall probten. Als nächstes war die Jugend dran: In Kaldenkirchen an der Buschstraße führte die Nettetaler Feuerwehr, zusammen mit dem Technischen Hilfswerk (THW) und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), eine Einsatzübung unter realistischen Bedingungen durch. Mit von der Partie waren rund 50 Jugendliche der jeweiligen Organisationen, auch Vertreter von Verwaltung, Politik und Unternehmen. Letztere überzeugten sich so von den beeindruckenden Früchten der hochwertigen Ausbildung, die der ehrenamtliche Nachwuchs bereits ernten kann. So galt es, wie bei einem realen Einsatz, einen echten Brand zu löschen und zugleich Geschädigte zu versorgen.

Die Organisatoren, Nettetals THW-Ortsbeauftragter Walter Delbos, Jugendleiterin Micheline Lindemann (THW) und Feuerwehr-Jugendleiter Thomas Ritters sowie Stephan Zdrojewski von der Jugend-Rot Kreuz-Kreisleitung begleiteten die Übung wachen Auges. Auch Nettetals Sozialdezernent Armin Schönfelder sowie Schirmherr der THW-Jugend Nettetal Dr. Marcus Optendrenk und die Vorstandsmitglieder der Baugesellschaft Nettetal (Susanne Fritzsche, Sven Karth) beobachteten den Ablauf. Ebenso war Jörn Pachel vom Ordnungsamt Nettetal dabei. 

Der Einsatz

In der Mittagszeit werden die Einsatzkräfte aufgrund eines Unfalls mit multipler Schadenslage alarmiert. Es scheint viele Verletzte und Betroffene zu geben, die zum
Teil verschüttet sind, außerdem ist ein Brand ist ausgebrochen. Dank der detaillierten Beschreibung der Schadenslage werden Kräfte von Feuerwehr, THW und DRK informiert und rücken unverzüglich aus. Aufgrund der Schwere der Ereignisse ist eine umfassende Vor-Ort-Versorgung und Betreuung von Verletzten sowie unter Schock stehenden Personen durchzuführen.

Die realistisch geschminkten und agierenden zehn Verletztendarsteller des RUD (Realistische Unfall-Darstellung) Nettetal tragen wesentlich zur Übung bei: Einige Personen sind sichtbar schwer verletzt und müssen, bereits professionell erst versorgt, zur Verletztensammelstelle gebracht werden. Im Erste-Hilfe-Zelt werden sie fachgerecht weiter betreut.

Was wird trainiert?

Mit Hilfe der unübersichtlich wirkenden Schadenslage wird das vernetzte Zusammenwirken der vor Ort eintreffenden Hilfsorganisationen und Einsatzeinheiten hinsichtlich Kommunikation und Schnelligkeit geprobt. „Die multiple Einsatzlage führt dazu, dass die unterschiedlichen Einheiten zuverlässig Hand in Hand arbeiten müssen. Dies sensibilisiert den Einzelnen und schult die Kommunikation im Umgang mit den anderen Helfern“, erklärt Klaus Ermers, Feuerwehr-Einsatzleiter der Übung. Hierbei trainiere jede Einheit außerdem ihre spezifischen Einsatzschwerpunkte und –optionen. „So werden noch während der Brandlöschung die Verletzten gerettet, transportiert, betreut und bestmöglich versorgt.“

Nach rund ein ein halb Stunden Einsatzdauer endete die Übung zur Zufriedenheit aller Beteiligten planmäßig. Die verantwortlichen Organisatoren der drei Einheiten resümierten durchweg positiv: „Unsere jugendlichen Nachwuchskräfte haben heute eindrucksvoll ihren guten Ausbildungsstand demonstriert. Dazu gehört neben dem Umgang mit den eigenen Arbeitsgeräten und Einsatztaktiken auch die enge Kooperation mit den anderen Einheiten und ihren Schwerpunkten.“

Natürlich solle mit den Übungen nicht nur die Kommunikation zwischen den Einheiten intensiviert, sondern auch die Kameradschaft der Jugendlichen gestärkt werden, betont Micheline Lindemann (THW). „Bei unseren Hilfsorganisationen warten interessante und verantwortungsvolle Aufgaben auf die jungen Leute, aber auch kameradschaftliche und freundschaftliche Kontakte, die das Gemeinschaftsgefühl ungemein stärken.“

Text: Susanne Peters, Fotos: Feuerwehr Nettetal, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk

S. Peters

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