Rad fahren – mit Sicherheit

– Kreispolizeibehörde berät und prüft bei der Aktion Zweirad – 

Lobberich/Breyell/Kaldenkirchen (sp). Etliche Radfahrer ließen auch in diesem Jahr ihr Rad auf Mängel überprüfen. Dies geschah bei der jährlichen Aktion Zweirad, diesmal war es die elfte, in Lobberich, Breyell (Fahrradhändler vor Ort: Fretz) und Kaldenkirchen (Fahrradhändler vor Ort: Teeuwen). Außerdem gab es für die Kinder Gutscheine im Wert von 10 Euro zu gewinnen. 

So überprüften die Beamten der Kreispolizeibehörde Viersen unter anderem Licht, Bremsen und Gang-Schaltung. „Natürlich ist die Überprüfung kostenlos. Uns ist es wichtig, dass die Radfahrer möglichst sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Außerdem beraten wir auch gerne zum Thema Diebstahlschutz“, fasst Verkehrssicherheitsberater Heinz-Dieter Bach zusammen. So sei es sinnvoll, ein Fahrrad nicht nur durch eine Kette zu sichern, sondern dabei zusätzlich an einem Laternenmast oder Ähnlichem zu fixieren.

Fahrradhändler Alois Klitsie war diesmal nicht in der Fußgängerzone dabei, sondern wartete in seinem Laden auf die Kinder, um kleine Mängel kostenlos zu beheben. „Fahrradschloss ist nicht gleich Fahrradschloss. Vor allem bei einem teuren Rad ist es sehr schade, wenn das Schloss einfach zu knacken ist“, erklärt er und präsentiert im gleichen Zuge ein recht günstiges Kettenschloss mit einer bruchsicheren Hülle. „Es wäre doch schade, wenn eure schönen Räder geklaut werden! Das passiert leider viel zu oft“, wendet er sich an die Kinder. Deshalb hatten zahlreiche Kinder bereits zuvor, im Zuge der Aktion, ihre Räder polizeilich registrieren und mit einer Plakettekennzeichnen lassen, einer sogenannten Vignette, die sich nicht entfernen lässt.

Verkehrssicherheitsberater Bach rät außerdem: „Nicht nur in den dunklen Jahreszeiten ist eine ausreichende Beleuchtung am Rad wichtig. Die Bremsen und die allgemeine Verkehrstauglichkeit müssen gewährleistet sein.“

Bachs Fazit nach der erfolgreichen Aktion: „Der Zustand der überprüften Räder war recht ordentlich, und wir hatten nur geringe Mängel zu beanstanden.“ Rund 200 Teilnehmer waren bei der gesamten Nettetaler Aktion verzeichnet worden. „Zum ersten Mal hatte sich direkt zu Beginn der Aktion in der Lobbericher Fußgängerzone eine Schlange von Eltern und Kindern gebildet. Das haben wir so auch noch nicht erlebt“, resümiert der Verkehrssicherheitsberater zufrieden.

Was der Kreispolizeibehörde noch besonders am Herzen liegt, ist die kreisweite Aktion „Vorkids“: „Wir bitten dringend, das Projekt zu unterstützen, um die Unfallrate der Rad fahrenden Kinder im Kreis Viersen zu senken.“

Hierzu kann im Internet bis heute, 29. September, ein Fragebogen ausgefüllt werden: https://secure.2ask.net/0001/e0cb7fc521401e54/survey.html

Wissen kompakt

Im Kreis Viersen verunglücken vermehrt Kinder und Jugendliche auf Fahrrädern. Um dieser Problematik zu begegnen, wurde zum 1. März 2017 ein neues Projekt gestartet. Der Landrat des Kreises Viersen, die Kreispolizeibehörde Viersen, die Kreisverkehrswacht Viersen und die Deutsche Hochschule der Polizei versuchen die Sicherheit Rad fahrender Kinder im Kreis zu erhöhen. Hierbei konzentriert sich das Projekt vor allem auf die Risikogruppe der Zehn- bis 14-jährigen Rad fahrenden Kinder, da diese im Landkreis ganz besonders gefährdet sind. 

S. Peters

Ich stehe für zeitnahe Berichterstattung - regional stark, kompetent, informativ, mit Herz.

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