50 Jahre Nettetal – das Jubiläum

– Im Gespräch mit Bürgermeister Christian Wagner –Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20200127_151350-1-1-scaled.jpg

Von Susanne Jansen

Das Jahr 2020 in Nettetal, mit seinem kontrastreichen Festprogramm, steht vollständig unter dem feierlichen Zeichen des 50-jährigen Jubiläums. „Wenn ich von unseren Veranstaltungen spreche, so meine ich wirklich uns alle: die vielen Vereine, Gruppen und Unterstützer, die, unter der Moderation des Bereiches Wirtschaft & Marketing, ein wirklich fantastisches Jubiläumsjahr auf die Beine gestellt haben“, betont Bürgermeister Christian Wagner zufrieden.

„Die Zusammenführung im Jahr 1970 hat uns alle gestärkt, unsere Stadtteile leben nicht neben einander, sondern miteinander“, sagt Wagner überzeugt. Damals wurden die Gemeinden Lobberich, Kaldenkirchen, Breyell, Schaag, Hinsbeck und Leuth zur Stadt Nettetal zusammengefasst. Kleinere Teile der ehemaligen Gemeinden Amern, Boisheim, Brüggen, Dülken, Grefrath und Süchteln kamen ebenso hinzu. „Es gibt hier eine Reihe besonderer Anknüpfungspunkte, die ein derartiges verbindendes Element begründen können. Um nur ein paar zu nennen: Unsere sechs liebenswerte Stadtteile, die, jeder für sich, Heimat geben und Zusammenhalt fördern, ein attraktiver ländlicher Raum mitsamt Seen und Naturschutzgebieten, eine gesunde Wirtschaft und vieles mehr.“

Wagner erläutert: „Alle Gemeinden werden durch eine zentrale Stelle verwaltet, und mit dem Stadtentwicklungskonzept ist es uns in den vergangenen Jahren gelungen, tatsächlich unsere Lebensqualität durch ein gesundes Wachstum unseres Ortes zu erhalten.“ Ebenso sei die Daseinsvorsorge für die Bevölkerung gewährleistet, und alle Stadtteile verfügten über eine ordentliche Zukunftsperspektive. „So können wir hier lebenden Familien echte Heimat und stabile Wurzeln, in einer oft so schnelllebigen Welt, geben.“ In diesem Sinne seien Umwelt- und Klimaschutz, neben der Stadtentwicklung und der weiteren Stärkung der Wirtschaftskraft, keine Gegensätze, sondern zwei Seiten einer Medaille. „Wir sollten aus der bisherigen Erfahrung weiterhin für die Zukunft Kraft schöpfen, um entschlossenem und weitsichtig den Kurs beizubehalten. Wir, die Bürger, sind es, die über die Gestalt unseres Gemeinwesens entscheiden. Und wir tragen die Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder und Enkel.“Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20200127_152257-1-1-scaled.jpg

Im gleichen Sinne nehmen auch die kulturellen Begegnungsstätten einen die Menschen verbindenden Stellenwert ein. „Bei der Bekräftigung der Entscheidung für die Sanierung der Werner-Jaeger-Halle haben sich zwei der unterlegenen Fraktionen als faire Mitstreiter im demokratischen Miteinander erwiesen“, sagt Wagner und insistiert: „Umso bedauerlicher ist es, wenn andere nicht in der Lage sind, eine getroffene Entscheidung zu akzeptieren.“ So würde es ihn sehr freuen, wenn es in den kommenden Jahren gelinge, die erneuerte Werner-Jaeger-Halle als ein verbindendes Element für das kulturelle Leben in das positive Gesamtbild Nettetals einzufügen. Dazu gehöre auch die Herrichtung der Aula der Kaldenkirchener Realschule.

„Die Halle hätte sowieso renoviert werden müssen, und so haben wir einen wunderbaren familiären Veranstaltungsort hinzu gewonnen.“ Diese Begegnungsstätte biete sich eben nicht nur als Schulaula an, sondern eigne sich ebenso für kleinere kulturelle Veranstaltungen, mit Raum für 150 Gäste. „Dafür war in der Werner-Jaeger-Halle früher eine Trennwand im Zuschauerraum, was jetzt überflüssig geworden ist.“ Ein weiterer Veranstaltungsort werde auch in Zukunft die Stadtbücherei sein, „dort finden rund 80 Gäste Platz.“

Für den Neubau der Werner-Jaeger-Halle stehen Energieeffizienz, moderne, bezahlbare Bühnen- und Klimatechnik im Vordergrund, so Wagner, dies seien die hauptsächlichen Kostentreiber. „In den nächsten Wochen vergeben wir die Aufträge für die Entsorgung von Altlasten mit PCB (Polychlorierte Biphenyle) und Asbest sowie für die Sanierung im Inneren. Das Ganze gestaltet sich deutlich günstiger als vermutet. Wir lagen zuvor, im geschätzt schlimmsten Fall, bei drei bis fünf Millionen insgesamt. Bei der Innenraumsanierung liegen wir jetzt nicht mehr bei einem avisierten Betrag von einer Million Euro, sondern bei 200.000 bis 300.000 Euro.“Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20200127_152226-1-1-scaled.jpg

Der Eingangsbereich der neuen Werner-Jaeger-Halle und Schulaula wird, mit Vorplatz-Charakter, zur Straße hin verlegt werden. „Früher betraten die Besucher das zukünftig komplett barrierefreie Gebäude quasi durch den Hintereingang. Das Foyer im Erdgeschoss wird aufgeweitet, was eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität und des Caterings ermöglicht.“ Obendrein werde durch den überwiegenden Einsatz von Glas sowie ein spezielles Beleuchtungskonzept eine deutliche Sichtbarkeit zur Straße hin erreicht. Außerdem wird ein Aufzug zum Keller integriert, indem sich weiterhin die sanitären Anlagen befinden werden. Wagner betont: „Die Abrisskosten für die Altlastensanierung wären sowieso angefallen. Hätte man eine schlichte Mehrzweckhalle gebaut, hätte man zwar eine Aula, aber immer noch kein atmosphärisches Theater gehabt, das für unser Nettetal bis heute einen hohen kulturellen Wert hat.“

Text und Fotos: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Susanne Jansen

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