Viel Spaß an der Natur

– Naturschutz und Erhalt der Artenvielfalt –

Breyell (sj). Philipp Heinemann lebt mit seiner Familie auf einem alten Bauernhof und bewirtschaftet dort seine eigene Streuobstwiese. „Ich habe viel Spaß an der Natur und an Tieren. Außerdem finde ich es sehr wichtig, etwas für den Naturschutz und den Erhalt der Artenvielfalt zu tun“, schwärmt er und fügt nicht ohne Stolz hinzu: „Mein außergewöhnliches Biotop ist neben dem Naturschutzhof das einzige dieser Art in unserer Region.“

Alte Sorten für AllergikerDieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20190830_084557-1.png

Auf der Streuobstwiese, die dem Vorbesitzer im vergangenen Jahrtausend zur Eigenversorgung diente, präsentiert der 34-Jährige ein abwechslungsreiches Repertoire an Bäumen. Dort gibt es alte, vom Aussterben bedrohte Apfelsorten, wie unter anderem Sternrenetten, Kaiser Wilhelm oder „Schöner von Elmpter“. „Diese drei Sorten kennen ältere Menschen noch aus ihrer Kindheit, die bekommt man heutzutage kaum noch.“ Pestizide kommen bei ihm nicht zum Einsatz, alles ist naturbelassen. „Das ist besser als beim Bio-Siegel, denn dort gibt es Grauzonen, was den Einsatz von diversen Mitteln betrifft. Mir ist es wichtig, die alten Apfelsorten zu erhalten und sie nach früherer Tradition ungespritzt zu züchten. Ich habe etliche Äpfel, die auch Allergiker vollkommen problemlos vertragen können.“

Artenreiche Flora und Fauna

Heinemanns Vater hatte in den 90ern begonnen, das Biotop mit artenreicher Flora und Fauna zu aufzubauen. „Als ich alt genug war, habe ich die Pflege komplett übernommen“, berichtet der junge Hobby-Bauer strahlend. Heute gehören auch Kühe, „die quasi als Rasenmäher fungieren“, Hühner und sieben, von einem Imker betreute, Bienenvölker dazu. Mittlerweile zieren das Gelände außerdem 70 Kopfweiden den Hof. Diese bieten einen wichtigen Lebensraum für so genannte Höhlenbrüter, wie zum Beispiel die Kohlmeise. „Ich mag diese Weidenart besonders. Sie gefällt mir sehr gut, weil sie typisch für den Niederrhein ist und für mich ein Stück Heimatgefühl symbolisiert“, sagt der Breyeller ein wenig verklärt.

Faszinierendes Hobby

So ist es nicht in erster Linie Arbeit für den passionierten Naturliebhaber, sondern in der Tat ein faszinierendes Hobby, erzählt er lächelnd – eine wahre Herzensangelegenheit. „Außerdem halten mich die Arbeiten in der Natur fit“, betont er und fügt schmunzelnd hinzu: „Holz hacken und Klimmzüge an der frischen Luft – das macht mehr Spaß und ist effektiver, als im Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist IMG_20200413_160622-1.jpgFitnesscenter zu schwitzen. Außerdem ist der variierende Wuchs der Bäume flexibler als jedes Trainingsgerät.“ Nicht kleckern, sondern klotzen, das ist die erklärte Devise des jungen Hobby-Ökologen: „Ich möchte mich selbst in meiner Umgebung wohlfühlen und rede nicht nur über Naturschutz und den Erhalt von Ökosystemen, sondern ich tue auch etwas dafür. Ich fange quasi vor meiner eigenen Haustür damit an.“

Stabiles Ökosystem bieten

Aber nicht nur die Pflanzenwelt und die eigene Fitness haben es ihm angetan, Heinemann ist es ebenso wichtig, vom Aussterben bedrohten Insekten und Tieren ein stabiles Ökosystem zu ermöglichen. Obendrein bietet er auch Schleiereulen und einer Steinkauzfamilie, mit frischem Nachwuchs, ein Zuhause. „Ich weiß nicht genau, wie viele Jungvögel es bei den Steinkäuzen sind. Ich kann nur vorsichtig die Klappe heben und versuchen, mit dem Handy zu filmen, ansonsten würde das zu sehr stören. Aber der Geräuschkulisse nach dürften es schon bis zu sechs Küken sein“, schätzt er lächelnd.

Und dazu gehört ebenso eine Vogelschutzhecke in Form einer Totholzhecke, auch Benjeshecke genannt. „Die Hecke, unter anderem von Büschen und Beerensträuchern durchwachsen, bietet vielen Vögeln und Insekten Unterschlupf sowie Nistmöglichkeiten und dient damit ebenfalls dem Erhalt vieler Arten.“

Weitere Informationen und Kontakt: http://streuobstwiese-nettetal.net

Text: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen, Foto: Philipp Heinemann

Susanne Jansen

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