Ein Park zum Jubiläum

– Prägende Elemente der heimischen Kulturlandschaft – 

Hinsbeck. Die Festlichkeiten und Aktivitäten zum 50. Geburtstag der Stadt Nettetal fielen der Corona-Pandemie fast gänzlich zum Opfer. Mit der Umsetzung eines Projekts wird nun dennoch begonnen: In Hinsbeck entsteht ab Herbst ein „Jubiläumspark“ und somit ein Projekt, an dem sich alle Nettetaler beteiligen können.

Spätestens im kommenden Frühjahr werden erste Maßnahmen zwischen dem Neubaugebiet am Krugerpfad und der Stammenmühle zu erkennen sein. Bereits in wenigen Wochen folgen erste Baumpflanzungen auf der rund 10.000 Quadratmeter großen Ackerfläche, die durch die gute Zusammenarbeit und einen Flächentausch mit einem ortsansässigen Landwirt gefunden wurde. Das derzeit noch als Acker nur schwer zu nutzendes Areal befindet sich am Ortsrand vonDieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Jubiläumspark-Hinsbeck-1-scaled.jpg Hinsbeck an der Grefrather Straße (K 30), unterhalb einer bereits im Eigentum der Stadt Nettetal stehenden Ausgleichsfläche.

Der Begriff „Park“ soll dabei keine falschen Vorstellungen wecken: „Wir wollen Nettetal nachhaltig und in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft weiterentwickeln und werden hier keinen englischen Rasen und akkurat geschnittene Hecken vorfinden“, verrät Dr. Michael Rauterkus, Betriebsleiter des NetteBetriebs.  Das Gegenteil sei der Fall, wie Heike Meinert vom neu gegründeten Betriebsbereich „Stadtgrün“ erklärt: „Im Rahmen des Projektes sollen typische, prägende Elemente aus der heimischen Kulturlandschaft wie Baumgruppen, Einzelbäume, ein kleines Wäldchen, eine Blumenwiese und eine Streuobstwiese verwendet werden. Darüber hinaus sollen besondere Biotope angelegt werden, die die biologische Vielfalt fördern, wie Sand- und Lehmentnahmestellen für Wildbienen, kleine Steilwände, Lesestein- und Totholzhaufen.“

Die Projektfläche wird durch einfache, kurz gemähte Graswege erschlossen. Bänke und eine Traumliege sollen ein Verweilen ermöglichen. Informationstafeln stellen Themen wie Biodiversität, Insektenschutz, Obstwiesen und andere kulturhistorische Themen dar. Bürgermeister Christian Wagner ist froh, dass mit dem Jubiläumspark eine bereits geplante Aktion im Rahmen des Stadtgeburtstages doch noch umgesetzt werden kann. „Dieses Projekt zeigt, dass wir ökologische Themen sehr ernst nehmen. Was gut für nachhaltigen Tourismus ist, wird auch gut für die heimische Bevölkerung sein.“

„Aus touristischer Sicht bietet der Jubiläumspark mit einem Selfie-Point, der die schöne Stammenmühle ins Visier nimmt, ein Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 0001-scaled.jpgweiteres Highlight“, erklärt Sabine Monz vom Zentralbereich Wirtschaft und Marketing. Auch Hinsbecks Ortsvorsteher Heinrich Ophoves ist sich sicher, dass der Park einen hohen Mehrwert bieten wird: „Die Hinsbecker freuen sich auf das Projekt, ich bin mir sicher, dass es eine große Unterstützung aus der Bevölkerung geben wird.“

Ab sofort haben Einzelpersonen, Familien, Firmen und Vereine aus ganz Nettetal die Möglichkeit, einen der 50 Bäume, einen Ausstattungsgegenstand wie eine Sitzbank oder eine Infotafel für dieses Projekt zu spenden, etwas für die Förderung der Natur und Biodiversität zu tun und sich so auf besondere Weise mit ihrer Heimatstadt zu verbinden. Darüber hinaus hofft die Stadt auf die aktive tätige Unterstützung insbesondere von Jugendgruppen wie die der Jugendfeuerwehr, Pfadfinder oder der Katholischen Landjugend. Neben der Pflanzung und dem Einbau von Ausstattungsgegenständen müssen rund 260 Meter Weidezaun errichtet, rund 8.250 Quadratmeter Acker bearbeitet und eine Blumenwiese eingesät werden. Auch Ansitze für Greifvögel oder beispielweise ein großes Insektenhotel könnten die Anlage bereichern.

Weitere Informationen:www.nettetal50.de.

(red), Foto/Plan: Stadt Nettetal

Susanne Jansen

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