Horror Haus pausiert in diesem Jahr

– Vorfreude auf das Grusel-Event im Jahr 2021 –

Lobbberich (sj). „Wie jedes Jahr, am Abend unserer Halloween-Veranstaltung, hatten wir beim Aufräumen auch im Jahr 2019 schon wieder spannende neue Ideen für das Horror Haus 2020. Was uns im Nachgang irritierte, waren ein paar Reaktionen, am Tag nach unserem Event im letzten Jahr, das wie immer um 21 Uhr endete.“ Es habe weitläufig Nachbarn gegeben, die sich lauthals über irgendetwas Zerstörtes beschwerten. „Wir passen aber jedes Mal sehr auf, weisen Jugendliche zurecht und räumen auch anschließend alles weg, was noch liegen geblieben ist“, betont Marcus Schönthier die Gewissenhaftigkeit des Teams vom Horror Haus.Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist DSC_3169-scaled.jpg

„Was wir selbstverständlich auch ablehnen, sind Anschuldigen wegen feiernder Jugendlicher, die das ausgedehnte Umfeld des Wasserturms, mitten in der Nacht, als öffentliche Toilette benutzen. Sie haben dann offensichtlich irgendwo gefeiert, und ziehen viel später durch die Straßen, wenn unsere Veranstaltung schon seit etlichen Stunden beendet ist.“ Es müsse ja im gleichen Sinne auch kein Nachbar die Verantwortung dafür übernehmen, wenn feiernde Karnevalisten in der Session nachts durch die Straßen ziehen und dabei ihre Notdurft irgendwo verrichteten.

„Natürlich wollen wir niemanden verärgern, deshalb passen wir selbst immer genau auf, dass alles gesittet und sauber bleibt. Und weil bis heute immer alles gut geklappt hat, gibt es nur eine berechtigte Option: weitermachen!“ Denn die eigene Freude, die Menschen, vor allem die Kinder, zu diesem besonderen Fest unterhalten zu können, sei groß. „Deshalb leisten wir das alles ehrenamtlich und investieren auch noch obendrein in Kostüme, Dekoration und die zu verschenkenden Süßigkeiten. Es macht uns allen viel Spaß.”

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist 1-Horrorhaus-1-scaled.jpgIn diesem Jahr ist allerdings alles anders. „Auch uns hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ungefähr bis Mai oder Juni haben wir uns keine weiteren Gedanken gemacht, wir wollten erst mal abwarten. Aber dann war klar, dass solche Veranstaltungen bis zum 31. Oktober nicht stattfinden dürfen.“ Das Team könne kein Hygieneschutzkonzept anbieten, was aber nötig sei, weil es sich, im Hinblick auf die Größenordnung, prinzipiell um eine öffentliche Veranstaltung handle.

„Innerhalb von drei Stunden besuchen uns erfahrungsgemäß insgesamt schon 300 bis 400 Leute, die natürlich nicht alle auf einmal da sind. Aber die Verantwortung können wir in dem Fall nicht übernehmen.“ Mit Kreide Abstandsmarkierungen auf die Straße zu malen, zumal die Menschen ja, durch die Veranstaltung selbst, ständig in Bewegung sind, erscheine wenig sinnvoll. Obendrein müsse das Halloween-Event als Sondernutzung mit Straßensperrung angemeldet werden.

„Deshalb haben wir schweren Herzens abgesagt. Wir freuen uns einfach aufs nächste Jahr, unser Thema haben wir ja bereits“, sagt Schönthier schmunzelnd. „In diesem Jahr wird bei uns zu Halloween nur die normale Dekoration vor dem Haus stehen, die jeder hat. Wir geben gerne auch etwas Süßes, falls dies unter diesen Umständen an der Haustür überhaupt erlaubt sein sollte.“ Derzeit lasse das Team über die Medien erstmal verlauten, dass die Veranstaltung in diesem Jahr ausfällt. „Wir blicken optimistisch nach vorne und gehen davon aus, dass es im nächsten Jahr wieder normal weiter geht.“

Text und Archivbilder: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Susanne Jansen

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