Baugesellschaft startete Großprojekt

Investition in die nächsten Generationen –

Kaldenkirchen (sj). Im Januar startete die Baugesellschaft, die in diesem Jahr ihren 125-jährigen Geburtstag feiert, mit einem neuen Mammutprojekt: Bis 2025/26 sollen 100 Wohnungen fertig gestellt sein. Einpersonenhaushalte und Vierzimmerwohnungen für Familien stehen hier derzeit im Fokus. „Im Zuge der Wohnungsbauanalyse in Nettetal ergab sich dieser Trend, wir reagieren hier einfach auf den aktuellen Bedarf“, sagt Volker Ruiters, Kaufmännischer Vorstand der Baugesellschaft Nettetal. Die Menschen werden immer älter, dies habe bei der Entscheidung für Einpersonenhaushalte eine wesentliche Rolle gespielt. Nach unterschiedlichen aktuellen Studien sei davon auszugehen, dass sie im Alter vermehrt alleine leben werden, so Ruiters.

„Das zweite wesentliche Thema sind Vierzimmerwohnungen: Wir erleben, dass es zu wenige Wohnungen für vierköpfige Haushalte gibt. Hier suchen sehr viele Familien. Zwei kleine Kinderzimmer sind den Meisten lieber als ein großes.“ Es werde aber so auch der möglichen Entwicklung Rechnung getragen, dass zukünftig vielleicht mal ein Arbeitszimmer fürs Home Office gebraucht werde. „Wir investieren in den nächsten Jahren sehr viel und arbeiten so auch daran, jetzt und in Zukunft, nachhaltige Baustoffe einzusetzen, die möglichst recyclebar sind“, erläutert Ruiters. Als Beispiel führt er spezielle Fensterrahmen aus einem Kunststoff an, der laut Hersteller zehnfach wieder verwertbar sein soll und so hypothetisch einem 100- bis 200-jährigen Recycling-Zyklus zugeführt werde.

Ein Teil der Investitionen fließt in öffentlich geförderte Wohnungen. „Wir bemühen uns dabei, die Dinge so zu gestalten, dass es für die Mieter auf lange Sicht ein Wohnen mit hoffentlich niedrigen Energiekosten bleibt.“ Hier ist die Fertigstellung der betreffenden Objekte bis Mitte des Jahres geplant, bei anderen zukünftigen Objekten sind auch noch Anpassungen an Trendwenden möglich. Und Drei-Zimmer-Wohnungen haben wir natürlich auch immer noch im Angebot, um Geschosse vollständig auszunutzen.“

Was die Baugesellschaft obendrein bereits jetzt sehr stark beschäftige, seien die beiden Schwerpunkte Energie und CO2-Emissionen. „Wenn wir da etwas tun wollen, müssen wir irgendwo Erträge erwirtschaften, die uns ermöglichen, die Natur zu erhalten. Und damit investieren wir wiederum in die nachfolgenden Generationen, auch in deren Gesundheit.“ Bei der Beheizung wird deshalb in den Neubauten nun immer mit Luftwasserwärmepumpen und mit einem Gaskessel gearbeitet, einer so genannten Hybridheizung. „So versuchen wir möglichst viele regenerative Energien einzusetzen.“

Auf der Breslauerstraße, mit 16 frei finanzierten Wohnungen, wird es ebenfalls ein Strommodell geben, das dem Mieter eine monatliche Abrechnung ermöglicht: „Es werden Photovoltaikanlagen installiert, dazu kommt der Bezug von Ökostrom durch die Stadtwerke. Das ist ein Probelauf; wir gehen davon aus, dass sich dieses Modell vielleicht irgendwann in der Breite etablieren wird.“

Die zwölf Wohneinheiten auf der Gerberstraße verfügen bereits über eine Hybridheizung, dort wird es jedoch wegen des Satteldachs keinen Mieterstrom geben. Auf dem Trappistenweg, in der Nähe zum neu gebauten Kindergarten, werden 15 Wohnungen errichtet werden. Dort wird überlegt, die fossile Energie eventuell noch weiter zu reduzieren, so dass noch etwas für einen kleinen Notreservebereich übrig bleibt.

Weitere Informationen: www.baugesellschaft-nettetal.de/

Text: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Foto: Baugesellschaft Nettetal

Susanne Jansen

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