Geehrte strahlten um die Wette

– In der Pandemie kreativ geworden –

Theo Verhülsdonk wurde für 100 Blutspenden geehrt und…

Breyell (sj). „Natürlich hoffen wir, dass es bald endlich mal im positiven Sinne nach vorne geht“, erklärt Rainer Klingen vom DRK Ortsverband Nettetal. Das Thema Corona bremse leider vieles aus, aber passierten ja trotzdem auch noch schöne Dinge, die dann kreative Wege erfordern. „Not macht erfinderisch, oder besser kreativ, und so haben wir ganz unkonventionell angefangen, unsere Jubilare in der Blutspende zu ehren.

Und das waren nicht Wenige: „Rund 110 Menschen in Nettetal, warteten auf ihre Ehrung, die letzten hatten wir im Jahr 2017“, erzählt Klingen und fährt schmunzelnd fort: „Wir wollten auch nicht noch länger warten, bis die jeweiligen Ehrungen vom nächsten eigenen Jubiläum überholt werden.“

Flugs war ein Orga-Team gegründet, „wir wollten auch mal wieder fröhliche Gesichter sehen. Dazu kamen vier überraschte Jubilare, wir hatten auch noch genug Präsente über. Einer fragte sogar strahlend: Ist das hier versteckte Kamera?“ Denn das Team hatte die Jubilare zuvor telefonisch über die Ehrung während der Blutspende informiert. Diejenigen die nicht kommen konnten oder durften, wurden vor der eigenen Haustür besucht. „Jeden Einzelnen durften wir fotografieren, und so entstand als besonderes Zeitzeugnis auch noch eine wunderschöne Collage.

„Das war auch für unsere Helfer ein positiver Schub, endlich passierte mal wieder etwas“, so Klingen lächelnd. Der Erste Vorsitzende Christian Wagner hatte die Ehrungen, im Rahmen der Blutspende, ebenfalls begleitet. „Da musste der Vorstand halt auch mal vier Stunden vor Ort sein, für eine außergewöhnliche und gute Sache“, bemerkt Klingen augenzwinkernd.

Dieses deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt habe gezeigt, dass eine Würdigung auch in der Pandemie möglich sei, und den Menschen ein Stück Freude und Normalität zurückgeben könne. „Endlich konnten wir den Leuten mal wieder etwas Gutes tun, das ein bisschen Abwechslung in den momentan sehr eingeschränkten Alltag bringt. Sie haben sich sehr gefreut, wir hatten mitunter den Eindruck, wir leisten auch ein bisschen seelsorgerische Arbeit. Die Menschen waren sehr dankbar“,

…seine Tochter Anke Ruhl wurde für 25 Blutspenden gewürdigt.

resümiert Klingen bewegt. „Die Leute lechzen danach, wieder etwas tun zu können. Und wir vom DRK sind ihnen ebenfalls sehr dankbar. Es ist so wichtig, unentgeltlich Blut zu spenden, um damit Menschenleben zu retten.“

Text: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Fotos: DRK Ortsverband Nettetal

Susanne Jansen

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