Bewegender Abschied in der Oase

– Mit viel Herzblut Entwicklungen begleitet –

Von Susanne Jansen

Breyell/Hinsbeck. 28 Jahre lang war Eva Cappel der Breyeller Oase, und in den vergangenen Jahren auch als Leitung dem Jugenfreizeitheim Piet 8 in Hinsbeck, treu. Nun beginnt eine neue Ära für die Sozialpädagogin. „Ich leite die OGS einer Schule, in Baesweiler, mit Nebenstandort und freue mich sehr über meine neuen Aufgaben.“ Ihr Lebensgefährte wohnt dort. „Wir haben überlegt, ob er zu mir nach Viersen ziehen soll. Schließlich habe ich mich für den Umzug entschieden“, erzählt sie lächelnd.

Mit viel Herz

Die Anfänge in der Jugendarbeit fanden sich in einem Gemeinswesenprojekt im Breyeller Speckerfeld, mit mehreren Trägern und Mitarbeitern. „Ich habe dort mit Kindern gearbeitet, nicht mit Jugendlichen. Damals befanden sich unsere Räumlichkeiten in der Evangelischen Kirche, bis wir dann schließlich unsere Arbeiten in der Oase fortsetzten.“ Gerade aktuell müsse den Kindern und Jugendlichen noch eine extra Portion Stärkung mit gegeben werden, um die Zeit durchzustehen, so Cappel. Sie erzählt: „Bei meinem Abschied gab ich einigen noch mit auf den Weg: Bleib so wie du bist und anderen: Arbeite mal ein bisschen an dir, um dich weiter zu entwickeln.“ Die Sozialpädagogin ist eben eine, die aus Überzeugung arbeitet, mit Leidenschaft, mit Empathie und mit viel Herz.

Viel Gutes erreichen

„Kürzlich bekam ich einen Anruf von jemandem, den ich vor rund 20 Jahren als Jugendlichen mit begleitet habe. Als er hörte, dass ich hier aufhöre, hat er sich bei mir im Nachhinein noch sehr für meine damalige Unterstützung bedankt. Das fand ich sehr bewegend!“ Manchmal bekomme jemand, der Jugendliche begleitet und fördert, die eigene Wirkung oder die Früchte, welche die persönlich engagierte Hilfestellung tragen, gar nicht konkret mit. „Obwohl man natürlich sowieso immer sein Bestes tut! Aber es geht einem dann doch wirklich das Herz noch mal so richtig auf, wenn nach so viel vergangener Zeit noch mal einer kommt und extra Danke sagt. Man erreicht viel Gutes, im Umgang mit den Jugendlichen, und es wird von außen betrachtet offensichtlich nicht alles als selbstverständlich wahrgenommen“, erklärt sie lächelnd.

Vertrauensvoll den Weg begleitet

„Im Zuge ihrer Entwicklung ist man mit den jungen Menschen, genauso wie mit den Mitarbeitern, zusammen gewachsen. Es wird einem viel Vertrauen entgegen gebracht, und man hat ein wichtiges persönliches Stück des Weges begleitet.“ Das Gleiche könne sie unter anderem über die Zusammenarbeit mit Oaseleiter Dirk Engels sagen. „Wir waren ein tolles auf einander eingespieltes Team! Das hat viel Spaß gemacht, und es hat sich in unserer Zusammenarbeit auch sehr effektiv ausgewirkt. Es gab Momente, da brauchten wir uns nur anzuschauen und wussten, was der andere denkt.“ Engels fährt fort: „Und nur so war es zum Beispiel möglich, innerhalb von drei Wochen Ferienakademie, mit 30 Kindern pro Woche, die gesamte Organisation für die Sommerferien kurzfristig zu stemmen und alles unter einen Hut zu bringen. Und da haben wir einmal mehr gemerkt: Wir können uns aufeinander verlassen!“

Bleibende Erinnerungen

Zum Abschied hatte der Sozialpädagoge aus der gemeinsamen Arbeit mit seiner Kollegin in den Breyeller und Hinsbecker Einrichtungen Fotos gescannt. „Da wurde mir erst mal bewusst, wie viele Personen mit mir im Laufe der Zeit verbunden waren!“, so Cappel, „man hat nicht jederzeit jeden Menschen und jede Begegnung abrufbar. Aber es fällt einem sofort wieder ein, wenn man erinnert wird. Es war ja nicht nur beruflich, sondern auch auf menschlicher Ebene intensiv verknüpft. Und das alles sind ganz tolle Erinnerungen für mich, die bleiben!“

Text und Foto: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Susanne Jansen

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