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Die Erdbeere: Von der Diva zur Göttin


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– Genüsslich lockt die rote Frucht –

Von Susanne Jansen

Kaum eine Frucht schafft es, zugleich Kindheitserinnerung, kulinarisches Highlight und heimlicher Star der Dessertkarte zu sein – aber genau das ist die Erdbeere. Ein bisschen ist sie aber auch die Diva unter den Beeren: empfindlich, saisonal, unwiderstehlich. Und botanisch eingeordnet ist sie gar keine Beere, sie gehört zur Familie der Rosengewächse. Aber wer will sich mit solchen Details aufhalten, wenn sie doch so unglaublich gut schmeckt?

Eine kleine Geschichte der großen Liebe

Die Gartenerdbeere, wie wir sie heute kennen, ist ein vergleichsweise junges Phänomen. Erst im 18. Jahrhundert entstand sie durch eine glückliche Kreuzung zweier amerikanischer Arten in Europa. Vorher naschte man vor allem die kleine, aromatische Walderdbeere – zart, intensiv, aber nichts für den großen Auftritt im Obstregal.

Dass die Erdbeere schon damals als etwas Besonderes galt, zeigt ein Blick in die Kulturgeschichte: Im Mittelalter symbolisierte sie Reinheit und Sinnlichkeit zugleich. Ein echtes Multitalent – und das nicht nur geschmacklich.

Die Erdbeersaison: kurz, aber intensiv

Wer Erdbeeren liebt, kennt das Gefühl: Kaum sind sie da, sind sie auch schon wieder weg. In Deutschland beginnt die Freilandsaison meist im Mai und reicht bis in den Juli hinein. Gewächshausware gibt es früher, aber echte Gourmets warten auf die sonnenverwöhnten Früchte vom Feld.

Denn Erdbeeren sind keine Fans von langen Reisen, sie verderben schnell. Je kürzer der Weg vom Acker auf den Teller, desto besser der Geschmack. Man könnte auch sagen, Erdbeeren sind treue Seelen, sie haben ein ausgeprägtes Heimatgefühl.

Inhaltsstoffe: kleine Frucht, große Wirkung

Unter ihrer süßen Oberfläche steckt eine ganze Menge! Erdbeeren sind reich an Vitamin C, sie sollen sogar mehr als Zitronen enthalten. Dazu kommen Folsäure, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe, die als Antioxidantien wirken. Die rote Frucht schmeckt süß, leicht säuerlich – und, aus heimischen Gefilden, vor allem frisch. Es ist dieser Duft, der sich schon beim Anheben der Schale aromatisch in die Nase schleicht.

Und das Beste? Sie bestehen zu rund 90 Prozent aus Wasser und sind deshalb erstaunlich kalorienarm. Man könnte also sagen: Erdbeeren sind die wohl charmanteste Art, sich gesund zu ernähren – köstlich wie eine Süßigkeit und auch noch gesund dabei!

Erdbeeren lieber direkt vom Feld

Interessanterweise hängt das Aroma stark von Sorte, Reifegrad und Anbau ab. Eine vollreife Erdbeere vom Feld schmeckt oft um Welten intensiver als ihre früh geerntete Kollegin aus dem Supermarkt. Erdbeeren haben eben Persönlichkeit und wollen bewusst genossen und nicht einfach „reingeschaufelt“ werden. Zudem sind sie erstaunlich vielseitig: Sie machen sich gut im Kuchen, im Salat, im Joghurt und Eis oder einfach pur – vielleicht mit einem Hauch Zucker – obwohl sie das nicht nötig hat – oder einem Klecks Sahne, wenn man es klassisch mag.

Text: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen

Titelbild: Kulinarisch begleitet uns die Erdbeere vom Frühling in den Sommer. Foto: pixabay

Susanne Jansen

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