Von Susanne Jansen
Grefrath. Zwischen historischen Höfen, alten Gemäuern und weitläufigen Wiesen lud eine wunderschöne Veranstaltung zum Schlendern, Verweilen und Entdecken ein. Die Rede ist von der traditionellen Sommernacht der Sinne, im niederrheinischen Freilichtmuseum.
In der Schmiede wurde es zunächst ganz still. Georg Cremer verstand es, Literatur mit seiner markanten Stimme lebendig werden zu lassen, während Helena Helena Schulze Poetry Slam und Musik zu einer eindrucksvollen Einheit verschmelzen ließ.
Nur wenige Schritte weiter übernahmen die Musiker von SPLASH Percussion NRW und ihre Begleiter das Kommando und entfachten ein regelrechtes Klangfeuerwerk: Kraftvolle Beats wechselten sich mit fein abgestimmten Passagen ab und sorgten für Begeisterung. Wer danach ruhigere Momente suchte, fand sie auf der Wiese. Dort schufen das Duo Ay und später das Salon à trois, mit ihren fein abgestimmten Klängen, einen stimmungsvollen Gegenpol.
Für herzhaftes Lachen sorgte anschließend Dagmar Schönleber an der Dorenburg. Mit scharfem Witz, pointierten Alltagsbeobachtungen und viel Selbstironie hatte sie das Publikum schnell auf ihrer Seite. Theaterfreunde kamen in der Miertz Kate auf ihre Kosten. Das NiederrheinTheater präsentierte mit „Das Ende vom Lied“ eine ebenso unterhaltsame wie nachdenkliche Inszenierung, bevor Markus Veith Shakespeare mit einer modernen, humorvollen Note neues Leben einhauchte. Die Nähe zwischen Bühne und Publikum machte die Aufführungen besonders intensiv und ließ die Geschichten unmittelbar wirken.
Nach vielen weiteren kunterbunten Programmpunkten lud schließlich noch ein feudales Konzert auf die Festwiese ein: Als die Dunkelheit das Gelände umhüllte, brachte die Niederrheinische Allstar Band die Besucher noch einmal zusammen. Ein stimmungsgeladener Ausklang, der den facettenreichen Charakter dieses Abends noch einmal eindrucksvoll unterstrich und besonders nachwirkt.
Text und Fotogalerie: Medienagentur Niederrhein, Susanne Jansen.




















