– Der Ausbreitung von Afrikanischer Schweinepest vorbeugen –
Kreis Viersen (red). Das Land NRW will den Bestand der Wildschweine deutlich reduzieren. Dazu sollen die Jäger Frischlinge (Jungtiere bis 20 Kilogramm) stärker bejagen. Hintergrund ist die Sorge, dass die Afrikanische Schweinepest von Tschechien nach Deutschland eingeschleppt wird. In dem aktuell hohen Wildschwein-Bestand könnte sich der Erreger sehr schnell ausbreiten.
Um einen Anreiz für die Jagd zu schaffen, übernimmt das Land die Kosten für die obligatorische Trichinenuntersuchung bei Frischlingen (Trichinen sind Fadenwürmer). Diese Untersuchung macht das Kreisveterinäramt. Voraussetzung ist, dass die Frischlinge nicht schwerer als 20 Kilogramm sind. Das Gewicht muss durch einen Eintrag auf dem Wildursprungsschein bestätigt werden. Zudem muss das Tier nach dem 11. August 2017 in NRW erlegt worden sein.
Höhe der Prämie
Die Höhe der Prämie beträgt maximal 10 Euro pro untersuchtem Wildschwein. Sie wird vom Land so lange gewährt, bis der Gesamtbetrag von 50.000 Euro erreicht ist.
Verfahren
Jäger können die Prämie ohne viel Bürokratie in Anspruch nehmen. Der Kreis Viersen berechnet für die Trichinenuntersuchung von Frischlingen so lange keine Gebühr, bis die Fördersumme von 50.000 Euro landesweit erreicht ist. Jäger müssen lediglich den erforderlichen Wildursprungsschein vollständig ausfüllen. Wie viel Mittel noch verfügbar sind, kann auf der Seite www.lanuv.nrw.de/landesamt/foerderprogramme unter dem Punkt „Prämie ASP“ abgefragt werden.
Kontakt
Kreis Viersen
Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt
Telefon: 02162 / 39-1309
Rathausmarkt 3, 41747 Viersen
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