Text und Bildgalerie: Susanne Jansen
Vor allem im Frühling scheinen Sonnenauf- und -untergänge eine fühlbare Leichtigkeit in den Tag zu bringen. Morgens bricht das Licht sanft durch die noch kühle Luft, taucht die Welt in ein zartes Rosa, in warmes Gold und helles Apricot.
Während die Vögel ihr fröhliches Konzert anstimmen, um den neuen Tag willkommen zu heißen, erwacht allerorts das Leben. Jeder Atemzug wohltuend frisch, in einer Luft, angereichert von filigranem Wiesentau und dem Duft der aufsteigenden Feuchtigkeit aus der Erde.
Langsam erwachen so auch die Bäume, Blüten öffnen sich, von der Sonne erweckt, und das Licht spiegelt sich auf den ersten frischgrünen Blättern. Alles wirkt zart und entfaltet sich in der frühen Stille des Tages, um zu neuen Leben zu erwachen.
Abends dann bettet sich die große Güldene langsam zur Ruhe. Himmel und Wolken verfärben sich, werden zu fließendem Orange. Hier und dort entstehen pastellige Kontraste von Purpur und einem zarten Hauch von Lavendel. Die Konturen wirken weich, fast wie gemalt, und die Ausläufer der Schatten ergießen sich kontrastreich.
Nun spiegeln die Seen das Licht, wunderbar golden, und allmählich gleitet der geräuschvolle Tag zurück in die Stille des Abends. In jenen Momenten, wenn sich der Tag geschmeidig vor der Nacht verneigt, entsteht ein wärmendes Wohlgefühl der Müdigkeit. Das Einstimmen auf die erholsame und regenerative Stille, in dem Wissen, dass alles wiederkehrt.
So beginnen die Frühlingstage und enden mit dieser leisen Magie – einem wunderbaren Wechselspiel aus, Licht und Schatten, Bewegung und Ruhe. Wer diese Augenblicke bewusst erlebt, der spürt, wie sich Zeit und Raum in diesen flüchtigen Momenten verbinden. Der fühlt, wie leicht es sein kann, im Angesicht des schwindenden Leuchten ausgleichende Harmonie und Zufriedenheit zu finden.










